In „For All the Dogs“ präsentiert Drake ein Album, das wie ein Wendepunkt wirkt, ein Moment, in dem der Künstler den Weg der Zukunft zu hinterfragen scheint.

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In „For All the Dogs“ präsentiert Drake ein Album, das wie ein Wendepunkt wirkt, ein Moment, in dem der Künstler den Weg der Zukunft zu hinterfragen scheint.

In „For All the Dogs“ präsentiert Drake ein Album, das wie ein Wendepunkt wirkt, ein Moment, in dem der Künstler den Weg der Zukunft zu hinterfragen scheint.

Drakes „For All the Dogs“ ist nicht nur ein Album; es ist ein Moment im Leben, der einen Künstler an der Schwelle zu einer bedeutenden Lebens- und Karriereetappe einfangen lässt. Da er sich der Vierzig näherte, steigen die Erwartungen sowohl für den Mann als auch für die Marke Drake. Das Album eröffnet mit „Virginia Beach“, einem Track, der als Mikrokosmos seiner aktuellen existenziellen Krise dient Drake'heute: Er rappt über den Reiz und die Fallstricke des Ruhms, doch der Subtext ist klar: Ist dieser Lebensstil auf Dauer tragbar, wenn er das mittlere Alter erreicht?
Die Gastbeiträge auf dem Album, insbesondere J. Coles nachdenklicher Vers auf „Mirror Image“, sind sowohl Höhepunkt als auch Warnung. Sie geben einen Einblick in das, was Drake werden könnte—ein Elder Statesman des Hip-Hop, der sich immer noch gegen die jüngere Generation behaupten kann. Gleichzeitig unterstreichen sie die fehlende Fokussierung des Albums und werfen die Frage auf, ob Drake diese Kollaborationen nutzt, um von seinen eigenen Unsicherheiten abzulenken.
Musikalisch ist das Album eine gemischte Tüte, typisch für einen Künstler im Umbruch. „First Person Shooter“ ist ein Höhepunkt, eine mutige Deklaration von Drakes Ambitionen. Dann gibt es jedoch Songs wie „Rich Baby Daddy“, die wie ein Rückgriff auf Themen wirken, die Drake schon in schier unzähligen Varianten ausgereizt hat. Die Länge des Albums mit 23 Songs verstärkt nur noch dieses Gefühl von Inkonsistenz. Es ist, als wäre Drake selbst nicht sicher, was er sagen will, also sagt er alles—zum Guten oder Schlechten.
Doch trotz seiner Schwächen hat „For All the Dogs“ Momente, die einen reiferen Drake erahnen lassen. „Midnight Cruise“ ist ein solcher Song, eine düstere Ballade, die Bereitschaft signalisiert, neues emotionales und musikalisches Terrain zu erkunden.
Lyrisch ist das Album ein Spiegelbild von Drakes aktueller mentaler Verfassung – widersprüchlich, kompliziert und manchmal geschmacklos. Zeilen wie „She said she was vegan, she eatin' a goat“ aus „Daylight“ wirken so, als würde Drake auf Nummer sicher gehen und auf bewährte Formeln zurückgreifen. Andere, etwa „Whipped and chained you like American slaves“ aus „Slime You Out“, wurden wegen ihrer Unempfindlichkeit kritisiert und deuten auf ein mangelndes Selbstbewusstsein hin, was bei einem Künstler in dieser Karrierephase beunruhigend ist.
Dieses Album könnte sehr wohl Drakes letztes vor seinem 40. Geburtstag sein. Und wie dieses nächste Kapitel aussieht, weiß niemand. Wird es ein Drake sein, der sich sowohl als Künstler als auch als Mann weiterentwickelt, die Komplexität und Verantwortung annimmt, die mit dem Alter kommen? Oder wird es ein Drake sein, der in der Zeit steckenbleibt und an den Themen und Sounds festhält, die ihn zum Star gemacht haben, aber ihn womöglich irrelevant werden lassen?